Johanniterkirche
Geschichte des Gebäudes
800 Jahre Baugeschichte in Stichpunkten
Informationen zur Baugeschichte der Johanniterkirche
13. Jahrhundert
Das Haller Spital entsteht.
Die Ordensgemeinschaft der Johanniter übernehmen das Haller Spital.
Die Kirche wird zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt.
14. Jahrhundert
Die Johanniter-Ordensgemeinschaft gibt das Spital zurück an die Stadt.
Erneute Weihung der Kirche als Gotteshaus.
Der Dachstuhl im Chor entsteht, das zeigt eine Holz-Untersuchung der verwendeten Balken.
15. Jahrhundert
Der Dachstuhl im Längsschiff, dem großen Raum in der Kirche, entsteht.
Der Erweiterungs-Bau an der Johanniterkirche wird kirchlich geweiht.
Bau des kleinen Glocken-Turms. Das Jahr haben Fachleute über das Alter des Holzes im Turm bestimmt.
16. Jahrhundert
Ab diesem Jahr finden keine katholischen Messen mehr in der Johanniterkirche statt.
19. Jahrhundert
Ein Erlass von König Friedrich I hebt die Rolle des Gebäudes als Gotteshaus auf. Die Kirche wird zu einem weltlichen Gebäude.
Das Gebäude wird an die Stadt verkauft
Die Stadt hat die Johanniter-Kirche von der Königlichen Stiftungsverwaltung gekauft für 2.300 Gulden. Die Kirche wurde dann als ein militärisches Vorratslager genutzt.
Die ehemalige Kirche wird vom Lagerraum zu einer Turnhalle.
20. Jahrhundert
Anbau für den Turnlehrer
Im Jahr 1921 hatte man einen Anbau an der Kirche geplant.
Es sollte ein Aufenthaltsraum für den Turnlehrer entstehen.
Bau-Arbeiten und Ausgrabungen
Einbau der Holz-Empore und gleichzeitig archäologische Ausgrabungen.
Nutzung als Veranstaltungs- und Ausstellungs-Raum. Manchmal wird die Halle auch zum Turnen und Tischtennisspielen genutzt.
Erneuerung Turnhalle
Angaben nach Stadt-Archiv SHA 35/2744.
Oktober 1955 Die Sandstein-Spitze des Turms wird entfernt. Es bestehen starke Beschädigungen.
Mai 1961 Eine neue Spitze wird aufgesetzt.
Die Spitze sollte zuerst aus Kupfer sein.
Die Akten zeigen, dass der Plan dann aber geändert worden ist. Die Spitze soll neu aus Stein sein.
Der Bildhauer Unkauf aus Ludwigsburg hat eine Stein-Spitze angefertigt.
1968 Ein Blitz trifft die Turmspitze. Danach hat man sie wieder repariert.
Die ehemalige Kirche wird Proberaum der Freilichtspiele Schwäbisch Hall und für andere Kultur-Veranstaltungen.
21. Jahrhundert
Die erste Präsentation der Ausstellung Anthony Caro. Sie zeigte die Skulpturengruppe »The Last Judgement Sculpture«.
Danach hat es weitere Ausstellungen aus der Sammlung Würth mit Kunstwerken von Jutta Bosch und auch mit Krippen gegeben.
Der Turm wird noch einmal saniert.
Bildhauer Franz Raßl aus Gerabronn fertigt Skulpturen für die Wasser-Speier am Turm an.
Das Unternehmen Würth kauft das Gebäude.
Es soll für kulturelle Zwecke genutzt werden
Umbau des Gebäudes durch die Firma Würth: Es entsteht ein Ausstellungs-Raum und ein Anbau für den Eingangsbereich für die Besuchenden. Im Ausstellungs-Raum zeigt die Sammlung Würth Werke der Alten Meister. Die Kunstwerke in der Johanniterhalle, die zu den Alten Meistern gehören, umfassen den Zeitraum vom 15. bis zum 17. Jahrhundert.
Wiedereröffnung der Johanniterhalle, wie das Gebäude ohne religiöse Nutzung genannt wurde.
Ab 2012 heißt die Johanniterhalle wieder Johanniterkirche.
Mit Einzug eines besonderen Kunstwerks der Alten Meister, »Die Madonna des Bürgermeisters Jacob Meyer zum Hasen« von Hans Holbein, erhält die Kirche wieder ihren alten Namen.
Sie haben dabei mit dem Stadtarchiv Schwäbisch Hall zusammengearbeitet.
Große Sanierung
zum Museums-Bau
Die große Sanierung hat mehrere Jahre gedauert.
Das Unternehmen Adolf Würth GmbH & Co. KG ist Auftraggeber für alle Arbeiten.
Es ist auch eine sehr moderne Haustechnik eingebaut worden.
Das bedeutet eine moderne Sicherheits- und Klima-Technik.
Alle Vorschriften für moderne Museen werden eingehalten.
Fachleute haben das ursprüngliche gotische liegende Dach wieder hergestellt.
Das Dach ist aus den Jahren um 1400. Es ist eines der sehr wenigen sehr alten Dachwerke, die hier in Süddeutschland erhalten sind.
Durch die vielen unterschiedlichen Nutzungen im Haus kamen viele Bauteile dazu, die man beim Umbau als nicht passend angesehen hat.
Fachleute haben diese Bauteile wieder entfernt. Jetzt kann man die ursprünglichen Schmuck-Elemente und den großen Dachstuhl wieder sehen.
Sie sind gereinigt worden. Fachleute haben auch die Naturstein-Fassade restauriert.
Die Rippen am Gewölbe vom Chor-Raum sind wie die Steinrahmen der Fenster instandgesetzt worden. So bleiben sie in ihrer alten Form erhalten.
Die Johanniterkirche zeigt so heute wieder ihre frühere Form und Schönheit.
Bei der Sanierung ist ein neues Keller-Geschoss unter dem Kirchhof entstanden.
Und es ist ein moderner Anbau aus Glas und Stahl an der Nordseite des Kirchhofs hinzugekommen.
Ein Teil vom Anbau bekam eine Verkleidung aus Sandstein aus der Region.
In dem Anbau ist die Technik untergebracht, die ein modernes Museum heute braucht.